Die Beziehung zu Ihrem Arzt

Ein gutes Verhältnis bringt Vorteile

Die Kontrolle über Ihre Psoriasis zu übernehmen heisst nicht, dies alleine zu tun. Ergänzend zu Freunden, Familie, Kollegen und Unterstützungsgruppen kann der Aufbau einer guten Beziehung mit Ihrem Arzt einen starken Auftrieb geben und Ihnen helfen, effektiv mit Ihrer Erkrankung umzugehen.

Ein offener und ehrlicher Dialog

Der Aufbau einer guten Beziehung ist wichtig, da sie einen offenen und ehrlichen Dialog ermöglicht. Je besser Sie sich beim Gespräch mit Ihrem Arzt fühlen, desto wahrscheinlicher können Sie ihm erklären, was wirklich los ist und wie Sie sich tatsächlich fühlen. Und mit dem vollständigen Bild vor Augen kann Ihr Arzt Ihnen die richtigen Empfehlungen und die richtige Therapie geben.

Das ist nicht immer einfach. Jeder ist anders, und so gibt es zahlreiche Gründe, warum die Beziehung nicht unbedingt ideal sein kann.

Das Entscheidende ist: Wenn Sie etwas bewegt, dann bewegt es auch Ihren Arzt.




Während einer Konsultation könnten Sie das Gefühl haben, durch eine Reihe von Themen vom Kurs abzukommen. Hier sind einige Punkte, die es wert sind, vorher überlegt zu werden:

1. Sie fühlen sich unfähig, es Ihrem Arzt zu sagen, wenn Sie etwas nicht verstehen.

Während eines Arzttermins gibt es oft viel zu besprechen, und es ist nur zu einfach, zu gehen, ohne alles verstanden zu haben, was gesagt wurde. Zögern Sie also nicht, Ihren Arzt zu bitten, bestimmte Dinge nochmals zu erklären – er ist es gewohnt, sich zu wiederholen. Wenn eine Arzthelferin in der Praxis ist, könnten Sie auch um einen Termin mit ihr bitten, um offene Punkte zu besprechen.

2. Sie Sagen Ihrem Arzt nicht alles, weil Sie Bedenken haben, er sei zu beschäftigt.

Wenn Sie viel zu besprechen haben, können Sie bereits bei der Terminvereinbarung darauf hinweisen. Sie können die Mitarbeiterin an der Rezeption bitten, etwas mehr Zeit einzuplanen. Sie können sich Ihre Fragen notieren, bevor Sie ins Sprechzimmer gehen. Dies hilft sicherzustellen, dass alle Ihre Bedenken besprochen werden.

3. Sie ziehen es aus Verlegenheit über Psoriasis in einer intimen Region vor, mit einem Arzt Ihres Geschlechts zu sprechen.

Es ist absolut in Ordnung, einen Arzt oder eine Ärztin vorzuziehen. Wenn in der Praxis, die Sie aufsuchen, Ärzte und Ärztinnen arbeiten, können Sie Ihre Vorlieben bei der Terminvereinbarung äussern. Sie können diesen Punkt auch mit Ihrem überweisenden Arzt besprechen, falls Sie eine Wahl haben, zu welchem Facharzt Sie gehen möchten.

4. Sie sind besorgt wegen Informationen, die Sie im Internet gefunden haben.

Heute ist im Internet problemlos eine Vielzahl von Informationen verfügbar, aber denken Sie daran, dass nicht alle zuverlässig sind. Wenn Sie eine spezielle Frage zu Informationen haben, die Sie gefunden haben, können Sie die Seite ausdrucken und zu Ihrem Arzt mitnehmen. Der Arzt kann Ihnen eventuell auch eine vertrauenswürdige Webseite nennen.

5. Sie sind gestresst und besorgt, weil sich Ihr Termin verzögert.

Arztpraxen sind unterschiedlich organisiert, und einige bieten möglicherweise sowohl unangemeldete Besuche für dringende Fälle als auch ein Vormerksystem für Stammpatienten. Zuvor vereinbarte Termine werden eher pünktlich eingehalten, aber es ist sicher gut, auf eventuelle Wartezeiten vorbereitet zu.

6. Sie sind beunruhigt, nachdem Sie einem neuen Arzt zugeteilt wurden.

Alle Ärzte nehmen sich Zeit, um sich über die Vorgeschichte, bestehende Erkrankungen und Behandlungen neuer Patienten zu informieren. Ihr neuer Arzt weiss also möglicherweise mehr über Sie als Sie denken. Wenn Sie wirklich besorgt sind, vereinbaren Sie lieber früher als später einen Termin, um mit ihm zu sprechen.

7. Sie werden abgelenkt, weil der Arzt während Ihres Termins tippt.

Obwohl dies störend sein kann, sollten Sie wissen, dass Ihr Arzt dokumentiert, was Sie sagen, damit er es in seinen Aufzeichnungen hat. Wenn Sie das trotzdem nicht mögen, erklären Sie höflich, dass sie das ablenkend finden.

8. Sie fragen sich, ob es in Ordnung ist, sich Notizen zu machen.

Es ist kein Problem, wenn Sie aufschreiben, was Ihr Arzt sagt. Tatsächlich wird Ihr Arzt Sie vermutlich dazu ermutigen. Eine andere gute Idee ist, seinen Partner oder einen guten Freund zum Termin mitzunehmen. Er oder sie können Ihnen helfen, sich die Tatsachen zu merken, und Ihnen emotionale Unterstützung geben. Und nach dem Termin können Sie über Ihre Erkrankung und Behandlung mit jemandem sprechen, der wirklich versteht, was Sie durchmachen.

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